Das hier vorgestellte schulische Projekt wird regelmäßig im Rahmen eines universitären Lehramtsstudiums auf Masterniveau durchgeführt. Es untersucht die Anwendung der Linguistic Risk-Taking (LRT) Initiative zur Förderung plurilingualen Engagements bei jüngeren Sekundarstufenschüler*innen. Während der einwöchigen Unterrichtsprojekte bearbeiten die teilnehmenden Schüler*innen eine Reihe selbstgewählter sprachlicher Risiken und reflektieren ihre Erfahrungen in Klassendiskussionen sowie in einer individuellen schriftlichen Befragung. Die Ergebnisse eines solchen Projekts werden hier dargestellt. Die meisten Schüler*innen berichteten im Verlauf des kurzen Projekts von einer positiveren Einstellung zur Mehrsprachigkeit und einem gesteigerten Interesse am Sprachenlernen und erprobten vielfältige sprachliche Aufgaben. Gleichzeitig traten Herausforderungen in Bezug auf die Aufgabenschwierigkeit und mangelnde Motivation auf. Empfehlungen für zukünftige Projekte umfassen eine Verlängerung der Projektdauer sowie die Integration regelmäßiger strukturierter Diskussionen zur Förderung einer langfristigen Teilnahme.