Literaturunterricht mit Telepräsenzrobotern. Ein Unterrichtsmodell zur literarischen und sozialen Teilhabe von chronisch kranken und langzeiterkrankten Schüler:innen in den Sekundarstufen I und II
Datum der Veröffentlichung: 02.03.2026
DOI:
https://doi.org/10.18716/OJS/MIDU/2026.0.2Schlagwörter:
Diversitätsorientierte Deutschdidaktik, Inklusion, Dispermedialität, Literaturdidaktik, Mediendidaktik, Telepräsenzroboter, PartizipationAbstract
Langzeiterkrankungen können Schüler:innen aller Schulformen und Jahrgangsstufen betreffen. Es gibt Diagnosen, die es Schüler:innen erschweren, in Präsenz am Unterricht teilzunehmen. Dies kann sowohl somatische, chronisch-rezidivierende und intermittierende Erkrankungen (z.B. Asthma, Diabetes mellitus Typ 1, Multiple Sklerose) als auch psychische/psychosomatische Krankheitsbilder (z.B. Anorexie, Depressionen) und ihre Bewältigungsstrategien/Behandlungen (z.B. Rehabilitationsmaßnahmen) umfassen. Dieser Beitrag fragt, wie ein Literaturunterricht mit Telepräsenzrobotern gestaltet werden kann, um literarische und soziale Teilhabe zur didaktischen Teilhabe zu verschränken. Denn es ist nicht ausreichend den Avatar nur passiv zu integrieren. Wie verändert dies die methodisch-didaktische Konzeption des Unterrichts? Dabei wird sich nicht an einem ‚Inklusionsideal‘ orientiert, sondern an dem Einlösen von Bildungsgerechtigkeit und der Berücksichtigung der intersektionalen Kategorie ‚Krankheit‘ in der Konzeptualisierung einer sich ausgestaltenden diversitätsorientierten Deutschdidaktik. Ein erprobter Praxiseinsatz wird vorgestellt.
Abstract (english): Teaching Literature with Telepresence Robots: A Model for Literary and Social Participation of Chronically Ill Students in Secondary Education
Long-term health issues affect students of all school types and grades. Certain psychological diagnoses or life circumstances can make it difficult for students to attend classes in person. This can affect somatic, chronic-recurrent and/or intermittent illnesses (e.g. asthma, type 1 diabetes, multiple sclerosis) as well as psychological and/or psychosomatic illnesses (e.g. eating disorders, depression). This also includes coping strategies and treatments (e.g. rehabilitation measures). This article explores how literature classes can be designed using telepresence robots to interweave literary and social participation into didactic participation. Simply integrating the avatar just passively is not enough. This raises questions about how such an approach changes the planning and methodological-didactic implementation of instruction. The goal is not to pursue an 'ideal of inclusion,' but rather to fulfil the principle of educational equity. In light of the intersectional perspective on illness, theoretical-conceptual preliminary considerations are shared. The practical use will be illustrated.
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