Verbal Number in Tagom
Rashad Group
DOI:
https://doi.org/10.18716/ojs/aaeo/2022_3486Abstract
Die vorliegende Studie ist ein Versuch, die verbale Zahl im Tagom zu beleuchten, einem der Ableitungsprozesse in der verbalen Morphologie dieser Sprache. Tagom ist eine der vier Varianten des Tegali der Rashad-Gruppe, die selbst zur Niger-Kongo-Sprachfamilie gehört (Greenberg 1963, Schadeberg 1981, Williamson & Blench 2000, Quint 2009, Blench 2013, Dimmendaal 2018). Das Ziel dieser Studie ist es, die Verbzahl und insbesondere die Markierung des Pluralakzents in Tagom zu untersuchen. Die Verbzahl ist ein grammatikalisches Mittel, das angibt, dass die durch ein Verb ausgedrückten Handlungen wiederholt werden oder dass mehrere Teilnehmer an bestimmten Handlungen beteiligt sind (vgl. Creissels et al. 2007, Veselinova 2013). Der Begriff der verbalen Pluralmarkierung beschränkt sich auf „die Pluralität oder Vielfältigkeit der Handlung des Verbs”, der erstmals von Paul Newman (1990:53-54) in seiner Untersuchung dieses Phänomens in den Tschadischen Sprachen eingeführt wurde. Die Studie konzentriert sich auf die Beantwortung folgender Fragen: Wann tritt die verbale Zahl, d. h. die Teilnehmerzahl und/oder Ereigniszahl, in Tagom zutage? Welche unterschiedlichen Strategien werden in Tagom verwendet, um Pluraktionalität anzuzeigen? Wie ist die Korrelation zwischen Transitivität und verbaler Zahl in Tagom? Was sind die semantischen Konnotationen der verbalen Zahl in Tagom?
