Eine Adaption des Heidelberger Modells des Literarischen Unterrichtsgesprächs für Kurzfilme. Exemplarisch entfaltet an diversitätssensiblen Animationsfilmen – mit einem modellierten Filmgespräch zu "The Present"
Datum der Veröffentlichung: 14.09.2026
DOI:
https://doi.org/10.18716/ojs/midu/2026.0.4Schlagwörter:
Kurzfilm, Visual Literacy, Literarisches Unterrichtsgespräch, Heidelberger Modell, Filmdidaktik, Diversität und Interkulturalität, Inklusive BildungAbstract
Der Beitrag zeigt, wie das Heidelberger Modell des Literarischen Unterrichtsgesprächs für die Arbeit mit Kurzfilmen adaptiert werden kann. Auf der Grundlage einer theoretischen Fundierung des Modells und seiner dialogisch-subjektorientierten Struktur werden spezifische methodische Übertragungsformen auf das Medium Kurzfilm entwickelt, darunter Fragen der Visual Literacy und der adressatenorientierten Gesprächsführung in heterogenen Lerngruppen. Die didaktische Analyse stützt sich auf seminarbasierte Gesprächsplanungen, studentische Erprobungen sowie kommentierte Fallbeispiele zu Kurzfilmen wie Negative Space, Lost and Found, Umbrella und The Present. Im Zentrum steht ein offenes, subjektiv-reflexives Filmgespräch, das ästhetische Erfahrungen produktiv macht und zugleich Fragen von Diversität, Zugehörigkeit und emotionaler Responsivität aufgreift. Der Beitrag bietet Impulse für Filmbildung, Lehrer:innenbildung und eine ästhetisch-dialogische Unterrichtskultur im Fach Deutsch. Den Abschluss bildet ein kommentiertes Modellgespräch, aus dem Perspektiven für die Weiterentwicklung filmdidaktischer Gesprächsformate abgeleitet werden.
Abstract (english)
This article explores how the Heidelberg Model of Literary Classroom Discussion can be adapted for working with short films. Building on a theoretical foundation of the model and its dialogic, subject-oriented structure, it develops methodological transfer strategies for short-film pedagogy, including issues of visual literacy and responsive facilitation in diverse classroom settings. The didactic analysis draws on seminar-based conversation designs, student-led implementations and annotated case studies featuring short films such as Negative Space, Lost and Found, Umbrella and The Present. At its core, the article models an open, subjective-reflective classroom film discussion that productively engages with aesthetic experience while addressing themes of diversity, belonging and emotional resonance. It offers impulses for film education, teacher training and an aesthetically dialogic teaching culture in German language education. The article concludes with an annotated model discussion from which perspectives for the further development of film-related classroom discussions are derived.
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