Der Beitrag diskutiert Bezeichnungspraktiken für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache in Schweizer Deutschlehrmitteln (Kindergarten bis 9. Klasse) aus sozialkonstruktivistischer Sicht. Eine qualitative Inhaltsanalyse zeigt, wie Begriffe Differenzlinien erzeugen und perpetuieren können. Im Kontext von Sprachunterricht wird dabei das ‚Etikettierungs-Ressourcen-Dilemma‘ deutlich. Auf der Basis der Analyseergebnisse werden Implikationen für die Lehrer*innenbildung formuliert.