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k:ONturen –Absolvent*innenforum

Bd. 10 Nr. 10 (2026): k:ON Ausgabe 10

Verlusterfahrungen und ethische Entscheidungen - Ästhetisch-reflexive Potenziale narrativer Videospiele für die Bildung

DOI:
https://doi.org/10.18716/ojs/kON/2026.14
Eingereicht
Oktober 8, 2025
Veröffentlicht
Oktober 27, 2026

Abstract

Narrative Videospiele konfrontieren Spielende mit existenziellen Themen wie Verlust, Schuld und moralischer Verantwortung und können intensive emotionale Reaktionen hervorrufen, die weit über reines Unterhaltungserleben hinausgehen. Der vorliegende Beitrag untersucht das ästhetisch-reflexive Bildungspotenzial solcher Erfahrungen sowie deren pädagogische Risiken. Methodisch versteht sich der Beitrag als theoretisch fundierte Reflexion, die medienästhetische Konzepte (Immersion, Agency), bildungstheoretische Perspektiven auf ästhetische Erfahrung sowie entwicklungspsychologische und medienethische Überlegungen miteinander verbindet. Es wird gezeigt, dass narrative Videospiele als ästhetische Erfahrungsräume Irritationen erzeugen können, die Prozesse der Selbst- und Werteklärung anstoßen – zugleich aber ein erhebliches Überforderungs- und Retraumatisierungsrisiko bergen. Das pädagogische Potenzial narrativer Spiele liegt dabei nicht in ihrer direkten Unterrichtsintegration, sondern in der professionell begleiteten Reflexion bereits gemachter Spielerfahrungen.