Eine qualitative Analyse der Zufriedenheit von Absolvent:innen im Studiengang Management Sozialer Innovationen
(06/2026)
DOI:
https://doi.org/10.18716/ojs/wpkts/2026.12658Schlagwörter:
Studienerfolg, Verbleibstudie, Employability, Management Sozialer Innovationen, KompetenztransferAbstract
Diese qualitative Sekundäranalyse untersucht die subjektive Studienbewertung und den beruflichen Verbleib von Absolvent:innen des Studiengangs Management Sozialer Innovationen (MSI). Basierend auf neun Expert:inneninterviews mit Alumni zeigt die Untersuchung, dass der Studienerfolg weniger von objektiven Leistungskriterien als vielmehr von der individuellen Passung (Person-Environment-Fit) und der Fähigkeit zur Selbststeuerung abhängt. Die Auswertung identifiziert zwei Kontrastgruppen: Während die Überzeugten die curriculare Offenheit als Ermöglichungsraum für proaktive Profilbildung nutzen, erleben die Ernüchterten denselben Generalismus von MSI als strukturelle Orientierungslosigkeit. Ein weiteres zentrales Ergebnis verdeutlicht das Spannungsfeld der vermittelten Kompetenzen: Einem starken Fokus auf Wertevermittlung und Soft Skills steht ein wahrgenommenes Defizit an anwendungsorientierten Hard Skills gegenüber. Darüber hinaus belegen die Daten, dass vorherige Berufserfahrung die Studienzufriedenheit nicht positiv beeinflusst, sondern die Erwartungshaltung an klare Strukturen oft enttäuscht wird und das Studium durch bspw. den Wegfall höherer finanzieller Mittel eher als Rückschritt gesehen wird. Die Arbeit schließt mit dem Befund, dass sich die Alumni mehrheitlich – als eine von mehreren Handlungsempfehlungen – zur Sicherung der beruflichen Relevanz generalistischer Studiengänge stärkere strukturelle Leitplanken und verbindliche Spezialisierungen wünschen.
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