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      <article-id pub-id-type="other">philsymp-2-Paulo</article-id>
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        <article-title>Gedankenexperimente in der experimentellen Ethik</article-title>
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            <surname>Paulo</surname>
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      <pub-date pub-type="pub" publication-format="print" iso-8601-date="2023-11-17">
        <day>17</day>
        <month>11</month>
        <year>2023</year>
      </pub-date>
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            <license-p>This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution License (<ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/</ext-link>), which permits unrestricted use, distribution, and reproduction in any medium, provided the original work is properly cited. The terms on which this article has been published allow the posting of the Accepted Manuscript in a repository by the author(s) or with their consent.</license-p> 
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    <sec id="s-crf38eakcelat">
      <disp-quote>
        <p id="mqv9uegz7s6l">
          <italic>„Indeed, when the topic is thought experiments, it is hard to say at what point epistemology and methodology end and psychology begins.”</italic>
          <xref ref-type="fn" rid="wnm4913uci40c">1</xref>
        </p>
      </disp-quote>
    </sec>
    <sec id="s-nwz0ipglyzth">
      <title>
        <b>Einführung: Experimentelle Ethik</b>
      </title>
      <p id="ceifpuvllj8mi">
        Etwa seit der Jahrtausendwende hat sich ein neuer methodischer Zugang zur Philosophie herausgebildet, der nach Meinung der einen das Fach bereichert und nach Meinung der anderen die Philosophie gründlich missversteht: die 
        <italic>experimentelle Philosophie</italic>
        . Kurz gesagt untersucht sie klassische philosophische Fragen mit den Mitteln der empirischen Wissenschaften.
        <xref ref-type="fn" rid="eu8c10umrtedj">2</xref>
         Auch wenn die experimentelle Philosophie als Methode zunächst vor allem auf Fragen der theoretischen Philosophie bezogen wurde – ihr Anfang wird oft in einer vielbeachteten Studie zum Wissensbegriff
        <xref ref-type="fn" rid="vjroh2szbl2f">3</xref>
         gesehen – wurde der empirische Zugang inzwischen auf alle Bereiche der Philosophie angewendet, und mithin auch auf die Ethik.
      </p>
      <p id="hnv8drepdhv5k">
        Die 
        <italic>experimentelle Ethik</italic>
        <xref ref-type="fn" rid="is83e8vuh3f26">4</xref>
         untersucht mit den Methoden empirischer Wissenschaften – vor allem der Moralpsychologie – Fragen der Moral­philosophie. Sie weist über das gängige Maß der Nutzung von Empirie
        <xref ref-type="fn" rid="jhxacl3jtl7s">5</xref>
         hinaus: Zum einen methodisch, nämlich durch den Versuch, selbst ethisch relevante empirische Erkenntnisse zu generieren, etwa durch Überprüfung empirischer Prämissen oder Präsuppositionen in Moraltheorien oder moralphilosophischen Argumenten; zum anderen, indem sie die Untersuchungsgegenstände auf das ethische Denken, Entscheiden und die ethische Theoriebildung ausweitet. Sie ist also der experimentelle Zweig der Ethik, der empirische Daten erhebt, die in moralische oder moralphilosophische Entscheidungen einfließen. Eine Besonderheit liegt darin, dass sie empirische Daten auch über ebendiese Entscheidungen zu generieren versucht, etwa psychologische oder situative Bedingungen einer moralischen Entscheidung. Die so gewonnenen Daten können anschließend ihrerseits Eingang in die Theoriebildung finden, und zwar möglicherweise auf einer philosophisch interessanten Ebene, die über die Anwendungsebene hinausreicht.
        <xref ref-type="fn" rid="vkgzq1zury55w">6</xref>
      </p>
      <p id="sopkgcpfbnay8">
        Ein signifikanter Teil der experimentellen Ethik ist der Untersuchung der Zuverlässigkeit bestimmter moralischer Intuitionen gewidmet.
        <xref ref-type="fn" rid="pwl5egqm18fwg">7</xref>
         So wurden in etlichen Studien demographische und kognitive Einflüsse auf moralische Intuitionen festgestellt, obwohl diese Faktoren weithin als moralisch irrelevant angesehen werden.
      </p>
      <p id="keqojowqz7d8">
        Hier einige der untersuchten 
        <italic>demographischen Faktoren</italic>
        : Es konnten Gender-Unterschiede in Bezug auf die bekannten 
        <italic>Trolley</italic>
        -Fälle nachgewiesen werden.
        <xref ref-type="fn" rid="zcm3687iu9y8m">8</xref>
         Andere Forschungsgruppen konnten zeigen, dass Männer eher zu charakteristischerweise konsequentialistischen Intuitionen neigen.
        <xref ref-type="fn" rid="miyv3i1baty7">9</xref>
         Sie sind also eher als Frauen der Meinung, dass es moralisch zulässig ist, einen Menschen zu opfern, um eine größere Anzahl an Menschenleben zu retten. Diese Erkenntnis wird von einer großen Metaanalyse unterstützt.
        <xref ref-type="fn" rid="qw5h701dg6bpw">10</xref>
         Außerdem zeigen sich Varianzen je nach Persönlichkeitsmerkmalen: Es konnte gezeigt werden, dass es einen Zusammenhang zwischen Empathievermögen und charakteristischerweise konsequentialistischen Intuitionen gibt: wer in den 
        <italic>Trolley</italic>
        -Fällen charakteristischerweise konsequentialistische Intuitionen äußert, hat mit einiger Wahrscheinlichkeit ein geringeres Empathievermögen als diejenigen, die charakteristischerweise deontologische Intuitionen äußern.
        <xref ref-type="fn" rid="uxb8yo1hxsq7n">11</xref>
         Ferner konnten kulturelle Varianz nachgewiesen werden: So reagieren US-amerikanische, russische, chinesische und britische Testpersonen unterschiedlich auf 
        <italic>Trolley</italic>
        -Fälle.
        <xref ref-type="fn" rid="brxsq7ut4l88a">12</xref>
      </p>
      <p id="rpa9uhyan9ep">
        Und hier einige der untersuchten 
        <italic>kognitiven Faktoren</italic>
        : Es konnten Reihenfolge-Effekte nachgewiesen werden, also die Veränderung der Intuitionen mit der Reihenfolge, in der den Testpersonen zwei oder mehr Fälle präsentiert werden. Vor allem in 
        <italic>Trolley</italic>
        -Fällen konnte eine Vielzahl solcher Effekte nachgewiesen werden.
        <xref ref-type="fn" rid="bytcvasoxy8un">13</xref>
         Ferner scheint das Framing, also die Art der Darstellung bzw. Formulierung eines Sachverhalts großen Effekt auf moralische Intuitionen zu haben. So konnte etwa gezeigt werden, dass die Intuitionen von Testpersonen je nachdem unterschiedlich ausfallen, ob die 
        <italic>Trolley</italic>
        -Fälle als Situationen beschrieben wurden, in denen eine Person „gerettet“ werden kann oder als solche, in denen fünf Personen „getötet“ werden (obwohl beide beschriebenen Situationen exakt gleich sind).
        <xref ref-type="fn" rid="kivede497ajg">14</xref>
         Solche Framing-Effekte scheinen verstärkt bei weiblichen Testpersonen aufzutreten.
        <xref ref-type="fn" rid="twhe5k01bw35t">15</xref>
         Ähnliche Effekte wurden nachgewiesen für persönliche und unpersönliche Formulierungen
        <xref ref-type="fn" rid="dmkfs79b52wv">16</xref>
         sowie in Abhängigkeit von den Namen, die in den Szenarien vorkamen: Die Intuitionen sind andere, wenn die Namen typischerweise mit kaukasischen Amerikanerinnen als wenn sie typischerweise mit Afro-Amerikanerinnen verbunden werden.
        <xref ref-type="fn" rid="ozywdidwwc13s">17</xref>
      </p>
      <p id="drtet2wo6wd9">
        Diese Beispiele der experimentellen Nutzung der 
        <italic>Trolley</italic>
        -Fälle illustrieren die Tatsache, dass sich die experimentelle Philosophie auf philosophische Gedankenexperimente bezieht. Dies geschieht sogar derart häufig, dass Fiery Cushman die 
        <italic>Trolley</italic>
        -Fälle die „
        <italic>lingua franca</italic>
        “ der Moralpsychologie nennt.
        <xref ref-type="fn" rid="sc69e6ongtdcw">18</xref>
         Auch wenn der Befund eindeutig ausfällt, stellt sich aber die Frage, wie diese Bezugnahme aussieht. Schließlich ist die Verbindung zwischen experimenteller Philosophie und Gedankenexperimenten alles andere als offensichtlich, werden doch philosophische Gedankenexperimente in der analytischen Philosophie verbreitet als apriorische Methode verstanden, während die experimentelle Philosophie sich durch einen empirischen Zugang zu philosophischen Fragen auszeichnet. Interessanterweise bekräftigen zwar zwei thematisch einschlägige und sehr kluge Übersichtsartikel – beide sind „Thought Experiments and Experimental Philosophy“ betitelt – den Befund, dass sich die experimentelle Philosophie zentral auf philosophische Gedankenexperimente bezieht, gehen aber nicht der Frage nach, worin diese Bezugnahme besteht.
        <xref ref-type="fn" rid="op5vgusv9n55c">19</xref>
         Diesem Desideratum will ich im Folgenden nachgehen, wobei ich mich aus Platzgründen auf die Ethik konzentriere.
      </p>
      <p id="cend03y5t4xfl">Um die aufgeworfene Frage zu beantworten, werde ich zunächst in aller Kürze erklären, wie Gedankenexperimente in den Naturwissenschaften genutzt werden und wie in der Ethik (Abschnitt 2), bevor ich genauer auf die Funktionen von Gedankenexperimenten in der Ethik eingehe (Abschnitt 3). Ich werde sodann zeigen, dass es eine weitere Art ethischer Gedankenexperiments gibt, die sich durch ihren weiten Anwendungsbereich auszeichnen (Abschnitt 4). Erst dann werde ich auf die experimentelle Ethik zurückkommen und verschiedene Möglichkeiten aufzeigen, wie experimentelle Ethik philosophisch relevant sein kann (Abschnitt 5). Abschließend kritisiere ich die bisher fast ausschließliche Ausrichtung der experimentellen Ethik an nur einer Funktion einer Art von Gedankenexperimenten und plädiere für eine Ausdehnung der Forschungen (Abschnitt 6).</p>
    </sec>
    <sec id="s-rmd288t0sv17k">
      <title>
        <b>Gedankenexperimente in den Naturwissenschaften und in der Ethik</b>
      </title>
      <p id="mpxodmjh5nx38">
        In den Naturwissenschaften werden Gedankenexperimente mitunter genutzt, weil eine tatsächliche Durchführung des Experiments (noch) nicht möglich ist. Sie werden meist mit dem Ziel konstruiert, die Überzeugungen einer Adressatin zu ändern oder zu bestätigen. Das Ziel soll erreicht werden, ohne dass die geschilderten Experimente tatsächlich durchgeführt werden.
        <xref ref-type="fn" rid="rungejkswuzy">20</xref>
         Das bloße Nachdenken über den Sachverhalt soll genügen. Die fehlende tatsächliche Durchführung stellt für naturwissenschaftliche Gedankenexperimente allerdings ein epistemisches Defizit dar. Für Naturwissenschaftlerinnen wäre es epistemisch wertvoll, könnten sie die Gedankenexperimente tatsächlich durchführen.
        <xref ref-type="fn" rid="rfh99zzwv1f6">21</xref>
      </p>
      <p id="gqazwudzqdzi7">
        Die Nutzung von Gedankenexperimenten in der Ethik ist dem nur teilweise ähnlich. Eine tatsächliche Durchführung ethischer Gedankenexperimente – man denke nur an die 
        <italic>Trolley</italic>
        -Fälle oder Thomsons 
        <italic>Geiger</italic>
         – ist zwar oft unmöglich, weil die vorgestellten kontrafaktischen Szenarien („Experimente“) in dem Sinne unrealistisch sind, dass sie nicht durchgeführt werden können. Andere – man denke an 
        <italic>ticking bomb</italic>
        -Szenarios oder an das 
        <italic>Brett des Karneades</italic>
         – wären hingegen durchaus durchführbar. In diesem Sinne sind sie also realistisch. Eine tatsächliche Durchführung wäre allerdings forschungsethisch nicht vertretbar.
      </p>
      <p id="lo50imzh3rzjt">
        Aber es sind weder ein Mangel an Realismus noch forschungsethische Gründe, welche die Nutzung von Gedankenexperimenten in der Ethik motivieren. Vielmehr nutzen Philosophinnen 
        <italic>Gedanken</italic>
        experimente, weil die tatsächliche Durchführung der Experimente nichts zeigen würde, was für die Moralphilosophie von Interesse wäre. Wie die in den 
        <italic>Trolley</italic>
        -Fällen beschriebenen Situationen moralisch zu bewerten sind, ergibt sich eben nicht allein daraus, dass wir tatsächlich jemanden von einer Brücke schubsen oder die gesamte Menschheit mit einer Bombe bedrohen. Wie in den Naturwissenschaften werden solche Gedankenexperimente in der Ethik meist ohne den Anspruch konstruiert, dass sie tatsächlich durchgeführt werden; das bloße Nachdenken über den Sachverhalt oder gar bloße Intuitionen dazu sollen genügen. Anders als in den Naturwissenschaften stellt die fehlende tatsächliche Durchführung für ethische Gedankenexperimente aber normalerweise kein epistemisches Defizit dar.
      </p>
    </sec>
    <sec id="s-kzapn2o2isu39">
      <title>
        <b>Funktionen ethischer Gedankenexperimente</b>
      </title>
      <p id="nqr2oou5lb46">
        Wenn dem aber so ist, mit welchem Ziel werden in der Ethik dann Gedankenexperimente genutzt? Georg Brun unterscheidet drei Funktionen ethischer Gedankenexperimente, nämlich eine epistemische, eine illustrative und eine heuristische.
        <xref ref-type="fn" rid="rf8d7aad7yyb7">22</xref>
      </p>
      <p id="zt0atkfxf7cvaw">
        Die 
        <italic>epistemische</italic>
         Funktion bezeichnet das Ziel der Überzeugungsänderung bzw. –bestätigung. Die gedankliche Durchführung eines epistemischen Gedankenexperiments soll Gründe liefern, die für oder gegen eine moralische Aussage, ein ethisches Prinzip oder eine ethische Theorie sprechen. Das Nachdenken über die Varianten der 
        <italic>Trolley</italic>
        -Fälle soll bspw. Gründe gegen den ethischen Utilitarismus liefern („Man darf doch niemanden von einer Brücke schubsen, um andere zu retten!“), während das Nachdenken über Thomsons 
        <italic>Geiger</italic>
         Gründe dafür liefern soll, dass Abtreibung auch dann moralisch erlaubt sein kann, wenn dem Fötus ein Lebensrecht zugestanden wird. Die Überzeugungsänderung bzw. -bestätigung wird zwar oft als die wichtigste Funktion ethischer Gedankenexperimente angesehen,
        <xref ref-type="fn" rid="yeas7owas4vu">23</xref>
         aber auch die illustrative und die heuristische Funktion sind durchaus verbreitet.
      </p>
      <p id="gq6h2efgoa1oi">
        In der Ethik sollen 
        <italic>illustrative</italic>
         Gedankenexperimente eine Aussage, ein Prinzip oder eine Theorie nachvollziehbarer machen, also deren Verständnis erleichtern. In diesem Sinne hat etwa Peter Singer sein 
        <italic>Teich</italic>
        -Gedankenexperiment entwickelt: Dass man ein Kind, das in Gefahr ist, in einem Teich zu ertrinken, rettet muss, wenn das ohne erhebliche Eigengefährdung möglich ist, auch wenn dies den teuren Anzug oder die neuen Schuhe ruinieren würde, ist so offensichtlich, dass Singer diese Rettungspflicht einer weniger offensichtlichen Pflicht gegenüberstellen kann, nämlich der, vom Hungertod bedrohten Kindern in der „dritten Welt“ zu helfen, obwohl dies einen Teil des disponiblen Einkommens der Bewohnerinnen der „ersten Welt“ kosten würde. Dieser Vergleich zweier Szenarien soll nicht selbst einen Grund liefern, Geld zu spenden. Er soll vor allem Singers Utilitarismus illustrieren, der wiederum Gründe liefert, Geld zu spenden.
        <xref ref-type="fn" rid="odk1fucyt7ffo">24</xref>
      </p>
      <p id="ey12jbleb973o">
        Anders als die epistemische und die illustrative ist die 
        <italic>heuristische</italic>
         Funktion ethischer Gedankenexperimente ergebnisoffen. Wenn Gedankenexperimente heuristisch genutzt werden, dann sollen sie eben nicht Gründe für oder gegen eine Theorie liefern oder sie illustrieren. Vielmehr sollen sie helfen, eine Aussage, ein Prinzip oder eine Theorie zu testen. Wie jede Leserin von Judith Thomson oder Frances Kamm leidvoll erfahren kann, werden bspw. die 
        <italic>Trolley</italic>
        -Fälle exzessiv genutzt, um bestimmte Formulierungen von Prinzipien zu testen oder auf bisher nicht beachtete Faktoren zu stoßen, die sich als moralisch relevant herausstellen könnten. Dafür werden unzählige Varianten der Fälle gebildet und intuitive Reaktionen darauf getestet, was das Lesevergnügen – bei aller Scharfsinnigkeit der Autorinnen – mitunter arg schmälert.
      </p>
    </sec>
    <sec id="s-lbt4w5c7z61li">
      <title>
        <b>Anwendungsbereich ethischer Gedankenexperimente</b>
      </title>
      <p id="mr85a1b7jlrx8">
        Alle bisher genannten ethischen Gedankenexperimente funktionieren insofern ähnlich wie Gedankenexperimente in den Naturwissenschaften, als sie auf eine 
        <italic>bestimmte</italic>
         Aussage, ein 
        <italic>bestimmtes</italic>
         Gesetz bzw. Prinzip oder auf eine 
        <italic>bestimmte</italic>
         Theorie zielen und diese, je nach Funktion, bestätigen oder unterminieren, illustrieren oder testen sollen.
        <xref ref-type="fn" rid="ldzndhr07rygf">25</xref>
         So soll Singers 
        <italic>Teich</italic>
        -Gedankenexperiment etwa den Utilitarismus illustrieren. Es kann schwerlich genutzt werden, um andere Moraltheorien zu motivieren. Auch Thomsons 
        <italic>Geiger</italic>
         kann schwerlich genutzt werden, um eine migrationsethische Position zu stützen.
      </p>
      <p id="ssswob7n6vxo">
        Es gibt allerdings eine Art ethischer Gedankenexperimente, die meines Wissens weder in den Naturwissenschaften noch in der theoretischen Philosophie eine Entsprechung hat, nämlich Gedankenexperimente, die in Bezug auf eine 
        <italic>Vielzahl</italic>
         von Aussagen, Prinzipien oder Theorien genutzt werden können. Sie haben zwar die gleichen Funktionen wie die anderen ethischen Gedankenexperimente, können also epistemisch, illustrativ und heuristisch genutzt werden, aber ihr 
        <italic>Anwendungsbereich</italic>
         ist deutlich größer. Das wohl bekannteste ethische Gedankenexperiment dieser Art ist der Rawls’sche 
        <italic>Schleier des Nichtwissens</italic>
        . Dem nah verwandt ist die Idee eines 
        <italic>unparteiischen Beobachters</italic>
        , wie sie spätestens seit Adam Smith in der Moralphilosophie diskutiert wird.
        <xref ref-type="fn" rid="edvjznz80cfue">26</xref>
         Diese Gedankenexperimente wurden zwar ursprünglich vor einem gewissen Theoriehintergrund entwickelt und hatten insofern ganz bestimmte Funktionen, weswegen bspw. Brun den 
        <italic>Schleier</italic>
         keiner seiner drei anderen Funktionen zuordnet, sondern eine vierte (nicht näher erläuterte „theorieimmanente“) Funktion einführt.
        <xref ref-type="fn" rid="ky2nq8fvrjjzk">27</xref>
         In Anlehnung an Dieter Birnbacher schreibt auch Daniel Cohnitz dem 
        <italic>Schleier</italic>
         eine Sonderfunktion zu: er solle helfen, die Qualität bestimmter Normen zu evaluieren.
        <xref ref-type="fn" rid="curuc8hvilfl">28</xref>
      </p>
      <p id="xwmd06t3po9ws">
        Anstatt anlassbezogen für einzelne Gedankenexperimente Sonderfunktionen zu schaffen, schlage ich vor, bei den drei Funktionen zu bleiben und diese Art ethischer Gedankenexperimente über ihren weiten Anwendungsbereich von anderen Arten abzugrenzen. Zwar hat John Rawls den 
        <italic>Schleier</italic>
         wohl zu Zwecken der Illustration seiner abstrakten Argumente für bestimmte Prinzipien der Verteilungsgerechtigkeit nutzen wollen (er sprach von einem „device of representation“
        <xref ref-type="fn" rid="lhl49hco7i3b">29</xref>
        , doch hat sich die 
        <italic>Idee des Schleiers</italic>
         seither von Rawls‘ ursprünglicher Nutzung emanzipiert.
        <xref ref-type="fn" rid="hz8pvf3tdk4sk">30</xref>
         Heute wird diese 
        <italic>Idee des Schleiers</italic>
         auf alle möglichen Fragen der Ethik und der politischen Philosophie angewendet, und zwar fast immer mit epistemischen Zielen.
        <xref ref-type="fn" rid="uhy0uu13i9yjs">31</xref>
         Auch in der generellen Literatur zu Gedankenexperimenten wird dem 
        <italic>Schleier</italic>
         vor allem eine epistemische
        <xref ref-type="fn" rid="nsqltncrc25a8">32</xref>
        , manchmal auch eine heuristische Funktion
        <xref ref-type="fn" rid="dj93r153dwam6">33</xref>
         zugeschrieben. Es besteht also kein Grund, eine besondere, vierte Funktion anzunehmen.
      </p>
      <p id="gkfblm3yb0jo6">
        Das Besondere am 
        <italic>Schleier</italic>
        , am 
        <italic>unparteiischen Beobachter</italic>
         und anderen Gedankenexperimenten dieser Art
        <xref ref-type="fn" rid="eqloq8b51ejl">34</xref>
         scheint also nicht in ihrer jeweiligen Funktion zu liegen, sondern darin, dass sie dazu einladen, eine bestimmte Perspektive einzunehmen: Sie sollen helfen, den Standpunkt der Moral einzunehmen; und das tun sie, indem sie Situationen schildern, deren Bedingungen Unparteilichkeit sicherstellen sollen.
        <xref ref-type="fn" rid="xq86o487a7hxc">35</xref>
         Aus dieser Perspektive kann man alle möglichen Aussagen, Prinzipien und Theorien epistemisch, illustrativ oder heuristisch erschließen. Man kann den 
        <italic>Schleier</italic>
         nutzen, um Prinzipien der Verteilungsgerechtigkeit zu untermauern; man kann damit aber auch bestimmte Positionen in der Migrationsethik, der intergenerationellen Gerechtigkeit oder der Bioethik zu unterminieren oder zu motivieren. Insofern haben Gedankenexperimente dieser Art einen größeren Anwendungsbereich als andere ethische Gedankenexperimente.
      </p>
      <p id="ozdf91wykyov7">Es gibt also zumindest zwei Arten ethischer Gedankenexperimente – jene mit engem und jene mit weitem Anwendungsbereich – und sie haben grundsätzlich die gleichen drei Funktionen, sie werden epistemisch, illustrativ oder heuristisch genutzt.</p>
    </sec>
    <sec id="s-ban4178kutwvj">
      <title>
        <b>Experimentelle Ethik und Gedankenexperimente</b>
      </title>
      <p id="yfk936chaz1va">Nun, da wir ein besseres Verständnis der Arten und Funktionen ethischer Gedankenexperimente haben, können wir endlich wieder auf die Frage zurückkommen, wie sich die experimentelle Philosophie auf ethische Gedankenexperimente bezieht. Es gibt mehrere Möglichkeiten dieser Bezugnahme.</p>
      <p id="yudjr7jtucq6j">
        Zunächst könnte man sie darin sehen, dass Experimentalphilosophinnen empirisch untersuchen, welche Intuitionen Testpersonen zu klassischen ethischen Gedankenexperimenten haben. Schließlich berufen sich Philosophinnen oft direkt auf ihre philosophischen Intuitionen und gehen davon aus, dass diese von der Leserin geteilt werden. Experimentelle Philosophinnen können also Daten darüber erheben, wie verbreitet etwa Kamms Intuitionen zu den 
        <italic>Trolley</italic>
        -Fällen tatsächlich geteilt werden.
      </p>
      <p id="wvuj83jkkbheg">
        Diese Art der Untersuchung wäre dem Vorgehen in den Naturwissenschaften nicht ähnlich: Wenn in den Naturwissenschaften ein Gedankenexperiment tatsächlich durchgeführt wird, dann soll gezeigt werden, was tatsächlich der Fall ist. Bei der tatsächlichen Durchführung ethischer Gedankenexperimente ginge es hingegen lediglich darum, wie verbreitet Intuition geteilt werden, nicht darum, was tatsächlich moralisch richtig oder falsch ist. Insofern ist es nicht überraschend, dass sich Beispiele dieser Art empirischer Untersuchungen ethischer Gedankenexperimente vor allem in der Moralpsychologie und in der Verhaltensökonomik finden und weniger in der experimentellen Ethik.
        <xref ref-type="fn" rid="rbp2hmphlfah">36</xref>
      </p>
      <p id="nwo98h3543tyh">
        So haben Moralpsychologinnen etwa mit Virtual Reality-Technologien untersucht, wie Testpersonen in den 
        <italic>Trolley</italic>
        -Fällen tatsächlich reagieren.
        <xref ref-type="fn" rid="gmg532hvetuzp">37</xref>
         Und in der Verhaltensökonomik gibt es eine Reihe von Untersuchungen dazu, welche Gerechtigkeitsprinzipien Testpersonen hinter einem 
        <italic>Schleier</italic>
         tatsächlich wählen würden.
        <xref ref-type="fn" rid="jmvax8772rdhl">38</xref>
         Diese Untersuchungen sind natürlich höchst interessant,
        <xref ref-type="fn" rid="tmj8vpt6x4spb">39</xref>
         aber sie fallen üblicherweise nicht in den Bereich der experimentellen Ethik, weil sie nicht direkt philosophische Fragen beantworten.
      </p>
      <p id="txvg8t93hqceg">Der experimentelle Teil der experimentellen Ethik, sofern sie sich auf Gedankenexperimente bezieht, besteht vielmehr darin, dass die Praxis der gedanken-experimentellen Beschäftigung mit einem philosophischen Sachverhalt empirisch untersucht wird. Man könnte also meinen, die experimentelle Ethik verhielte sich zur traditionellen gedanken-experimentellen Arbeit etwa so wie die empirische Wissenschaftssoziologie oder Wissenschaftspsychologie zu den (Natur-)Wissenschaften. Auch das wäre aber ein Missverständnis. Schließlich handelt es sich bei der experimentellen Ethik – nach verbreitetem Selbstverständnis – nicht um einen rein deskriptiven Blick von außen auf die Ethik, sondern um eine empirische Methode, mit der genuin ethische Fragen beantwortet werden sollen.</p>
      <p id="xby5s8iupqtip">
        Der hauptsächliche Beitrag der experimentellen Ethik scheint eher indirekter Natur zu sein: Wie die oben genannten Studien zu demographischen und kognitiven Einflüssen auf moralische Intuitionen in 
        <italic>Trolley</italic>
        -Fällen zeigen, ist ein guter Teil der experimental-philosophischen Arbeit einem „negativen Programm“
        <xref ref-type="fn" rid="evmjoygbep7i">40</xref>
         verschrieben. Es werden darin Fehler und Biases in Bezug auf philosophische Intuitionen herausgearbeitet und diskutiert, welche philosophische Relevanz diese Erkenntnisse haben. Diese Relevanz kann auf mehreren Ebenen bestehen:
      </p>
      <list list-type="order">
        <list-item>
          <p id="aklqoe6qmrg6">
            Sie könnte darin liegen, dass bestimmte Intuitionen in Trolley-Fällen unzuverlässig sind undalso bei der ethischen Theoriebildung unberücksichtigt bleiben sollten; inwiefern das philosophisch relevant ist, hängt von der jeweils favorisierten moralepistemischen Theorie ab.
            <xref ref-type="fn" rid="dl4vzx3t90c7">41</xref>
          </p>
        </list-item>
        <list-item>
          <p id="lxvzat6383loa">
            Auf dieser Basis können ziemlich weitreichende normative Argumente entwickelt werden. Um dies anhand eines viel diskutierten Beispiels zu illustrieren: Joshua Greene hat intuitive Reaktionen auf die 
            <italic>Trolley</italic>
            -Fälle empirisch untersucht, u.a. mittels der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT).
            <xref ref-type="fn" rid="ectc49y62uhis">42</xref>
             Seine Arbeitshypothese bestand aus drei Teilen. Erstens wäre die Intuition im 
            <italic>Brücken</italic>
            -Fall
            <xref ref-type="fn" rid="gyqvixnfpnz7q">43</xref>
             leichter mittels der deontologischen Tradition innerhalb der Ethik zu erklären, während im 
            <italic>Weichensteller</italic>
            -Fall konsequentialistische Theorien eine größere Erklärungskraft hätten
            <xref ref-type="fn" rid="qq5ua21nn3rux">44</xref>
            . Die Intuitionen im 
            <italic>Brücken</italic>
            -Fall sind also „charakteristischerweise“ deontologisch, jene in dem anderen Fall „charakteristischerweise“ konsequentialistisch. Zweitens wären im 
            <italic>Brücken</italic>
            -Fall vor allem die Hirnregionen aktiv, die man mit Emotionen in Verbindung bringt; bei dem charakteristischerweise konsequentialistischen Fall sollten hingegen eher die mit Rationalität verbundenen Hirnareale aktiv sein. Drittens würden die charakteristischerweise konsequentialistischen Urteile längere Zeit in Anspruch nehmen als die charakteristischerweise deontologischen.
          </p>
          <p id="abssxzaeuvnbg">
            Greene meint, dass seine Experimente die zweite und dritte Hypothese bestätigt haben.
            <xref ref-type="fn" rid="fib9svj7c0n8">45</xref>
             Die Erklärung dafür zieht er aus einer wichtigen Unterscheidung: charakteristischerweise deontologische Urteile fielen in solchen Situationen, die er „up close and personal“ nennt, was wiederum evolutorisch begründet sei. Unsere Vorfahren waren demnach vor allem in solchen Situationen in Gefahr, die mit direkten persönlichen Beziehungen im Nahbereich zu tun hatten. Greene bezeichnet dies auch bildhaft als „me hurt you“, weil es um eine direkte, gewollte Handlung einer Person geht, die auf ein identifizierbares Individuum trifft und dieses körperlich verletzt. Es habe in der Menschheitsgeschichte hingegen lange Zeit keine unpersönlichen, indirekten oder vermittelten Gefahren gegeben. Deswegen hätten sich die charakteristischerweise deontologischen Urteile als quasi automatische und damit schnelle emotionale Reaktionen in den Menschen ausgebildet. Dass die charakteristischerweise konsequentialistischen Urteile mehr Zeit in Anspruch nehmen, liege daran, dass dort die erste emotionale Reaktion – also die deontologische – rational überwunden werden müsse.
          </p>
          <p id="fwhfsdhfzxc0f">
            Von hier ist es nur noch ein kleiner Schritt zu dem Argument, dass charakteristischerweise deontologische Intuitionen zu 
            <italic>Trolley</italic>
            -Fällen keine normative Kraft haben, weil sie durch moralisch irrelevante Faktoren zustande kommen.
            <xref ref-type="fn" rid="kj32nh7ur64x4">46</xref>
             Diese irrelevanten Faktoren sind eben jene, die eine Situation „up close and personal“ machen. Die argumentative Strategie beschreibt Greene so: „Interessante wissenschaftliche Tatsachen über Moralpsychologie können uns zu relativ interessanten normativen Konklusionen führen, wenn sie mit relativ uninteressanten normativen Annahmen kombiniert werden. That’s progress, powered by science.“
            <xref ref-type="fn" rid="uny2zi7un6ut">47</xref>
          </p>
          <p id="uewydt41zi0mb">
            Greene greift also auf Grundlage seiner empirischen Untersuchungen direkt in eine seit Jahrhunderten ohne klares Ergebnis geführte Debatte
            <xref ref-type="fn" rid="sqfxwxmkp0jpj">48</xref>
             ein. Er will eine bestimmte Moraltheorie stützen, indem er Argumente für eine alternative Moraltheorie unterminiert.
          </p>
        </list-item>
        <list-item>
          <p id="uewydt41zi0mb">
            Es könnte die philosophische Relevanz solcher Studien darin liegen, dass ganze Gruppen von Intuitionen oder gar die ganze Praxis des Intuierens als unzuverlässig ausgewiesen werden, was die Rolle von Intuitionen in der Moralepistemologie ziemlich grundlegend angreifen würde.
            <xref ref-type="fn" rid="qmp2evf0xzjze">49</xref>
          </p>
        </list-item>
      </list>
      <p id="bvzi3fj5ilfr8">
        Ferner könnten Studien im Bereich der experimentellen Ethik dazu beitragen, Gelingensbedingungen für die Durchführung ethischer Gedankenexperimente zu erarbeiten (das wäre das „neutrale“ bzw. das „positive“ Programm“). Hier geht es darum eine Art „epistemisches Profil“
        <xref ref-type="fn" rid="mk9a0lr4zy58">50</xref>
         für den Umgang mit philosophischen Intuitionen zu entwickeln, schließlich zeigen etliche Studien, dass philosophische Intuitionen auch ziemlich stabil und robust sein können.
        <xref ref-type="fn" rid="trotoas99tpe">51</xref>
         Hier seien nur zwei naheliegende Forschungsfelder angedeutet: Framing- und Reihenfolgeeffekte sollten nach Möglichkeit vermieden werden. Wie das gelingt, wird man aber schwerlich am Schreibtisch herausfinden können. Die experimentelle Ethik bietet die dafür nötigen Methoden. Auch liegt ein gewisser psychologischer Realismus nahe: Ethische Gedankenexperimente dürften zuverlässiger sein, wenn man sich unter ihnen etwas vorstellen kann, und wenn verschiedene Menschen sich darunter relevant Ähnliches vorstellen.
        <xref ref-type="fn" rid="kdbjeynnrirap">52</xref>
         Die experimentelle Ethik kann dazu beitragen, herauszufinden, wie dies gelingen kann.
      </p>
    </sec>
    <sec id="s-ocg87eqp4csv">
      <title>
        <b>Fazit</b>
      </title>
      <p id="lgf2kwb3s3vqv">Es zeigt sich, dass Gedankenexperimente in der Ethik zwar ähnlich genutzt werden wie in den Naturwissenschaften, dass aber die tatsächliche Durchführung der Gedankenexperimente für die Ethik deutlich geringere Relevanz hat als für die Naturwissenschaften. Dementsprechend liegt die Nutzung von Gedankenexperimenten in der experimentellen Ethik auch nicht in der bloßen Durchführung der Gedankenexperimente. Stattdessen werden in der experimentellen Ethik möglichst viele (und möglichst diverse) Testpersonen gebeten, sich das Experiment vorzustellen, und es werden systematisch einzelne Faktoren manipuliert. Dementsprechend ist die philosophische Relevanz der Erkenntnisse auch indirekt, sie liegt oft im Bereich der Moralepistemologie oder der Metaphilosophie. Greenes Argument ist eines der wenigen, die direkt auf normativ-ethische Konklusionen abzielen.</p>
      <p id="muhj0gqwwedkr">Ferner zeigt sich, dass die experimentelle Ethik meines Wissens bisher ausschließlich die epistemische Funktion ethischer Gedankenexperimente in den Blick genommen hat. Bei Greene ist das offensichtlich. Aber auch alle anderen genannten Studien der experimentellen Ethik arbeiteten mit Fragen der epistemischen Art: „Wäre XY moralisch erlaubt/geboten/verboten?“ Antworten auf diese Fragen dieser Art werden so verstanden, dass sie bestimmte ethische Ansichten, Prinzipien oder Theorien stützen oder unterminieren. Und auch die indirekte philosophische Relevanz dieser Studien ist ausschließlich an der epistemischen Funktion von Gedankenexperimenten ausgerichtet. Es geht immer darum, wie zuverlässig ein bestimmter Erkenntnisweg ist.</p>
      <p id="ybshmimdcw6d">
        Die experimentelle Ethik hat sich bisher nicht mit der illustrativen oder der heuristischen Funktion von Gedankenexperimenten befasst. Dabei scheint es mir eine interessante Frage zu sein, ob Singers 
        <italic>Teich</italic>
         eine gute Illustration des Utilitarismus darstellt; ebenso, ob sich zwei Testpersonen unter den Varianten der Trolley-Fälle das gleiche vorstellen und welche Situationsfaktoren ihnen intuitiv als moralisch relevant erscheinen. Wie inzwischen deutlich geworden sein sollte, wären die Methoden der experimentellen Ethik auch geeignet, die illustrative und die heuristische Funktion ethischer Gedankenexperimente zu untersuchen.
      </p>
      <p id="mg4zaw6qtf8bt">
        Außerdem hat sich die experimentelle Ethik bisher fast ausschließlich an Gedankenexperimenten mit engem Anwendungsbereich ausgerichtet (
        <italic>Trolley</italic>
        , 
        <italic>Teich</italic>
        , 
        <italic>Geiger</italic>
         usw.), obwohl die Methoden der experimentellen Ethik auch geeignet sind, die epistemische, illustrative und die heuristische Funktion von Gedankenexperimenten mit weitem Anwendungsbereich zu untersuchen (
        <italic>Schleier</italic>
        , 
        <italic>unparteiischer Beobachter</italic>
         usw.).
        <xref ref-type="fn" rid="ebbje7zp9q4r">53</xref>
         Die philosophische Relevanz dürfte bei letzteren mehr auf die konkreten Gedankenexperimente bezogen sein als bei ersteren. Wenn sich in Studien bspw. herausstellt, dass die Reaktionen von Testpersonen auch hinter dem 
        <italic>Schleier</italic>
         mit moralisch irrelevanten demographischen Faktoren variieren, scheint dies nicht nur nahezulegen, dass es ein metaphilosophisches Problem in Bezug auf Intuitionen gibt, sondern dass der 
        <italic>Schleier</italic>
         kein geeignetes Mittel ist, um Unparteilichkeit herzustellen und so den moralischen Standpunkt zu approximieren. Wenn sich ferner zeigt, dass das Gedankenexperiment des 
        <italic>unparteiischen Beobachters</italic>
         dafür besser geeignet ist, spräche das dafür, eher diesen zu nutzen als den 
        <italic>Schleier</italic>
        .
      </p>
      <p id="qhio3a49kakwd">
        Auch könnten solche Studien helfen, Gelingensbedingungen für Gedankenexperimente mit weitem Anwendungsbereich zu entwickeln, was philosophische Debatten um zu viel oder zu wenig Abstraktion in Gedankenexperimenten
        <xref ref-type="fn" rid="ef1v3405su142">54</xref>
         immens bereichern würde.
      </p>
      <p id="gfn7ymfzwbtf">Es liegt also sehr nahe, dass die experimentelle Ethik ihr Betätigungsfeld erweitert. Dies wäre angesichts der Vielschichtigkeit des in den Studien ohnehin eingesetzten Mittels – den ethischen Gedankenexperimenten – naheliegend, also forschungspraktisch ökonomisch. Vor allem aber wäre es philosophisch in vielen Hinsichten potentiell relevant.</p>
      <p id="wjgf85xlux4dp">
        <italic>Norbert Paulo ist Vertretungsprofessor am Institut für Philosophie der Freien Universität Berlin. Außerdem ist er Co-Leiter eines Forschungsprojekts („EMERGENCY-VRD“) an der Universität der Bundeswehr München. Dieses Projekt wird durch dtec.bw – Zentrum für Digitalisierungs- und Technologieforschung der Bundeswehr gefördert. dtec.bw wird von der Europäischen Union – NextGenerationEU finanziert.</italic>
      </p>
    </sec>
    <sec id="s-vj4xs4ma6zrkj">
      <title>
        <b>Literatur</b>
      </title>
    </sec>
  </body>
  <back>
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      <title>Footnotes</title>
      <fn id="wnm4913uci40c">
        <label>1</label>
        <p>
           
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref558">Belkin und Tetlock, „Counterfactual Thought Experiments in World Politics: Logical, Methodological and Psychological Perspectives“, S. 32 .</xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="eu8c10umrtedj">
        <label>2</label>
        <p>
           Vgl. aus der deutschsprachigen Literatur 
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref627">
            Grundmann, Horvath, und Kipper, 
            <italic>Die experimentelle Philosophie in der Diskussion</italic>
            ; Mukerji, 
            <i>Einführung in die experimentelle Philosophie</i>
            .
          </xref>
           Aus der englischsprachigen Literatur bspw. 
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref610">
            Knobe und Nichols, 
            <italic>Experimental Philosophy</italic>
            , 2008; Knobe und Nichols, 
            <i>Experimental Philosophy</i>
            , 2014; O’Neill und Machery, 
            <i>Current Controversies in Experimental Philosophy</i>
            ; Lombrozo, Knobe, und Nichols, 
            <i>Oxford Studies in Experimental Philosophy</i>
            ; 
            <i>Oxford Studies in Experimental Philosophy</i>
            ; Sytsma und Livengood, 
            <i>The Theory and Practice of Experimental Philosophy</i>
            .
          </xref>
           In der deutschsprachigen Philosophie wurde und wird unter „experimenteller Philosophie“ mitunter etwas ganz anderes verstanden, siehe etwa 
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref471">
            Böhme, Daele, und Krohn, 
            <italic>Experimentelle Philosophie</italic>
            ; Gamm und Kertscher, 
            <i>Philosophie in Experimenten</i>
            .
          </xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="vjroh2szbl2f">
        <label>3</label>
        <p>
           
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref554">Weinberg, Nichols, und Stich, „Normativity and Epistemic Intuitions“.</xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="is83e8vuh3f26">
        <label>4</label>
        <p>
           Zur experimentellen Ethik siehe bspw. 
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref475">
            Appiah, 
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            ; Mikhail, 
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            ; Greene, 
            <i>Moral Tribes: Emotion, Reason, and the Gap between Us and Them</i>
            ; Christen u.&amp;nbsp;a., 
            <i>Empirically Informed Ethics: Morality between Facts and Norms</i>
            ; Lütge, Rusch, und Uhl, 
            <i>Experimental Ethics: Toward an Empirical Moral Philosophy</i>
            ; Lumer, 
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            .
          </xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="jhxacl3jtl7s">
        <label>5</label>
        <p>
           Gängig ist die Nutzung von Empirie eigentlich nur zur Anwendung ethischer Prinzipien, vgl. aber 
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref588">Musschenga, „Was Ist Empirische Ethik?“</xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="vkgzq1zury55w">
        <label>6</label>
        <p>
           Ausführlich dazu 
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref580">Bublitz und Paulo, „Empirische Ethik: Hintergründe, Einwände, Potentiale“.</xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="pwl5egqm18fwg">
        <label>7</label>
        <p>
           Wie ich anderswo argumentiert habe, sind diese Untersuchungen für die Erkenntnistheorie der Moral potentiell sehr relevant, sofern sie eine systematische Unzuverlässigkeit annehmen lassen, siehe 
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref579">Paulo, „Romantisierte Intuitionen? Die Kritik der experimentellen Philosophie am Überlegungsgleichgewicht“; Paulo, „Moral Intuitions between Higher-Order Evidence and Wishful Thinking“.</xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="zcm3687iu9y8m">
        <label>8</label>
        <p>
           
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref575">Petrinovich, O’Neill, und Jorgensen, „An Empirical Study of Moral Intuitions“; Zamzow und Nichols, „Variations in Ethical Intuitions“.</xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="miyv3i1baty7">
        <label>9</label>
        <p>
           
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref643">Fumagalli u.&amp;nbsp;a., „Brain Switches Utilitarian Behavior“; Bartels und Pizarro, „The Mismeasure of Morals“.</xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="qw5h701dg6bpw">
        <label>10</label>
        <p>
           
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref645">Friesdorf, Conway, und Gawronski, „Gender Differences in Responses to Moral Dilemmas“.</xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="uxb8yo1hxsq7n">
        <label>11</label>
        <p>
           
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref634">Gleichgerrcht und Young, „Low Levels of Empathic Concern Predict Utilitarian Moral Judgment“; Kahane u.&amp;nbsp;a., „‚Utilitarian‘ Judgments in Sacrificial Moral Dilemmas Do Not Reflect Impartial Concern for the Greater Good“.</xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="brxsq7ut4l88a">
        <label>12</label>
        <p>
           
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref476">Ahlenius und Tännsjö, „Chinese and Westerners Respond Differently to the Trolley Dilemmas“; Gold, Colman, und Pulford, „Cultural Differences in Responses to Real-Life and Hypothetical Trolley Problems“.</xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="bytcvasoxy8un">
        <label>13</label>
        <p>
           
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref606">Lanteri, Chelini, und Rizzello, „An Experimental Investigation of Emotions and Reasoning in the Trolley Problem“; Wiegmann, Okan, und Nagel, „Order Effects in Moral Judgment“; Liao u.&amp;nbsp;a., „Putting the Trolley in Order“.</xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="kivede497ajg">
        <label>14</label>
        <p>
           
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref576">Petrinovich und O’Neill, „Influence of Wording and Framing Effects on Moral Intuitions“.</xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="twhe5k01bw35t">
        <label>15</label>
        <p>
           
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref576">Petrinovich und O’Neill, „Influence of Wording and Framing Effects on Moral Intuitions“.</xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="dmkfs79b52wv">
        <label>16</label>
        <p>
           
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref587">Nadelhoffer und Feltz, „The Actor–Observer Bias and Moral Intuitions“.</xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="ozywdidwwc13s">
        <label>17</label>
        <p>
           
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref557">Uhlmann u.&amp;nbsp;a., „The Motivated Use of Moral Principles“.</xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="sc69e6ongtdcw">
        <label>18</label>
        <p>
           
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref459">Cushman, „Action, Outcome, and Value“.</xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="op5vgusv9n55c">
        <label>19</label>
        <p>
           
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref621">Horvath, „Thought Experiments and Experimental Philosophy“; Ludwig, „Thought Experiments and Experimental Philosophy“.</xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="rungejkswuzy">
        <label>20</label>
        <p>
           Zur primär an den Naturwissenschaften orientierten allgemeinen Theorie von Gedankenexperimenten siehe 
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref563">
            Sorensen, 
            <italic>Thought Experiments</italic>
            ; Häggqvist, 
            <i>Thought Experiments in Philosophy</i>
            ; Gendler, 
            <i>Thought Experiment</i>
            .
          </xref>
           Aus der deutschen Literatur siehe 
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref607">
            Kühne, 
            <italic>Die Methode des Gedankenexperiments</italic>
            ; Cohnitz, 
            <i>Gedankenexperimente in Der Philosophie</i>
            ; Bertram, 
            <i>Philosophische Gedankenexperimente</i>
            .
          </xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="rfh99zzwv1f6">
        <label>21</label>
        <p>
           Dies gilt unabhängig von der Frage, ob Gedankenexperimente lediglich verkappte Argumente sind oder ob sie einen apriorischen Weg zur Erkenntnis darstellen. Zu dieser Debatte siehe 
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref468">
            Brown, 
            <italic>The Laboratory of the Mind: Thought Experiments in the Natural Sciences</italic>
            ; Norton, „Are Thought Experiments Just What You Thought?“
          </xref>
          ; als Überblicke dazu: 
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref593">Brun, „Thought Experiments in Ethics“; Brendel, „The Argument View. Are Thought Experiments Mere Picturesque Arguments?“</xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="rf8d7aad7yyb7">
        <label>22</label>
        <p>
           
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref593">Brun, „Thought Experiments in Ethics“.</xref>
           Teile dieses und der folgenden Abschnitte finden sich in ähnlicher Form auch in 
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref573">Pölzler und Paulo, „Thought Experiments and Experimental Ethics“.</xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="yeas7owas4vu">
        <label>23</label>
        <p>
           
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref641">Gähde, „Zur Funktion ethischer Gedankenexperimente“.</xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="odk1fucyt7ffo">
        <label>24</label>
        <p>
           
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref565">Singer, „Famine, Affluence, and Morality“.</xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="ldzndhr07rygf">
        <label>25</label>
        <p> Naturwissenschaftliche Gedankenexperimente können natürlich auch weitere Funktionen haben; sie haben aber zumindest auch diese drei.</p>
      </fn>
      <fn id="edvjznz80cfue">
        <label>26</label>
        <p>
           Etwa 200 Jahre nach Smith hat sich eine Debatte um ethische Theorien entwickelt, die einen an Smith’ unparteiischen Beobachter angelehnten „idealen Beobachter“ in den Mittelpunkt stellen und die Idee der Unparteilichkeit mit dem grundsätzlichen Standpunkt der Moral in Verbindung bringen, siehe 
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref646">
            Firth, „Ethical Absolutism and the Ideal Observer“; Brandt, „The Definition of an ‚Ideal Observer‘ Theory in Ethics“; Baier, 
            <italic>The Moral Point of View</italic>
            .
          </xref>
           Zu Smith’ Ethik siehe 
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref581">Paulo, „Nachwort“.</xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="ky2nq8fvrjjzk">
        <label>27</label>
        <p>
           
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref593">Brun, „Thought Experiments in Ethics“, S. 201 .</xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="curuc8hvilfl">
        <label>28</label>
        <p>
           
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref411">
            Cohnitz, 
            <italic>Gedankenexperimente in Der Philosophie</italic>
            , S. 146 .
          </xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="lhl49hco7i3b">
        <label>29</label>
        <p>
           
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref572">
            Rawls, 
            <italic>Justice as Fairness</italic>
            , S. 17 .
          </xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="hz8pvf3tdk4sk">
        <label>30</label>
        <p>
           Bei Rawls steht der 
          <italic>Schleier</italic>
           im Kontext seines Urzustands, die vor allem Rationalitätsanforderungen hinzufügen, siehe dazu 
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref624">Harsanyi, „Can the Maximin Principle Serve as a Basis for Morality?“; Gaus und Thrasher, „Rational Choice and the Original Position: The (Many) Models of Rawls and Harsanyi“.</xref>
           Die 
          <italic>Idee des Schleiers</italic>
           ist diesen Rationalitätsanforderungen nicht verpflichtet. Auch wird oft nur ein sehr „dünner“ 
          <italic>Schleier</italic>
           genutzt. Es wird also vor allem verlangt, sich vorzustellen, man kenne seinen Platz (Gender, Fähigkeiten, Ethnie, Vermögen etc.) in der Gesellschaft nicht, während der 
          <italic>Schleier</italic>
           bei Rawls deutlich „dicker“ ist, also etwa auch die Abstraktion von bestimmten Gesellschaften verlangt. Zur Kritik daran siehe 
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref570">
            Sandel, 
            <italic>Liberalism and the Limits of Justice</italic>
            ; MacIntyre, 
            <i>After Virtue</i>
            .
          </xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="uhy0uu13i9yjs">
        <label>31</label>
        <p>
           Siehe nur diese Beispiele aus der Migrationsethik und aus der Bioethik: 
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref465">Carens, „Aliens and Citizens: The Case for Open Borders“; Harris, „Double Jeopardy and the Veil of Ignorance–a Reply.“; McKie u.&amp;nbsp;a., „Another Peep behind the Veil.“</xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="nsqltncrc25a8">
        <label>32</label>
        <p>
           
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref641">Gähde, „Zur Funktion ethischer Gedankenexperimente“; Miščević, „Thought Experiments in Political Philosophy“; Celikates, „Der Schleier des Nichtwissens“.</xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="dj93r153dwam6">
        <label>33</label>
        <p>
           
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref637">
            Gendler, 
            <italic>Intuition, Imagination and Philosophical Methodology</italic>
            ; Celikates, „Der Schleier des Nichtwissens“.
          </xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="eqloq8b51ejl">
        <label>34</label>
        <p>
           Vielleicht kann man auch Rousseaus 
          <italic>Naturzustand</italic>
          , Habermas‘ 
          <italic>idealen Diskurs</italic>
           und Dworkins 
          <italic>Hercules</italic>
           zu dieser Art von Gedankenexperimenten zählen. Was außer ihrem weiten Anwendungsbereich durch Nutzung einer bestimmten Perspektive dafür spricht, sie alle als eine Art anzusehen, ist, dass sie sowohl als Richtigkeitskriterium als auch als Entscheidungsverfahren verstanden werden können, vgl. 
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref611">Kawall, „On the Moral Epistemology of Ideal Observer Theories“.</xref>
           Was dagegen spricht, ist, dass nur der 
          <italic>Schleier</italic>
           und der 
          <italic>unparteiische Beobachter</italic>
           direkt der Unparteilichkeit verpflichtet sind (wenn auch bei dem einen durch möglichst wenig und bei dem anderen durch möglichst viel Wissen), während der Standpunkt der Moral bei den anderen Gedankenexperimenten auf anderen Wegen erreicht werden soll, vgl. 
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref581">Paulo, „Nachwort“.</xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="xq86o487a7hxc">
        <label>35</label>
        <p>
           
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref577">
            Paulo und Pölzler, „X-Phi and Impartiality Thought Experiments“; Baier, 
            <italic>The Moral Point of View</italic>
            ; Troy, „Impartiality“.
          </xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="rbp2hmphlfah">
        <label>36</label>
        <p>
           Siehe etwa 
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref466">Bruner und Lindauer, „The Varieties of Impartiality, or, Would an Egalitarian Endorse the Veil?“</xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="gmg532hvetuzp">
        <label>37</label>
        <p>
           
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref564">Skulmowski u.&amp;nbsp;a., „Forced-Choice Decision-Making in Modified Trolley Dilemma Situations“; Sütfeld u.&amp;nbsp;a., „Using Virtual Reality to Assess Ethical Decisions in Road Traffic Scenarios“.</xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="jmvax8772rdhl">
        <label>38</label>
        <p>
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref644">
            Frohlich und Oppenheimer, 
            <italic>Choosing Justice: An Experimental Approach to Ethical Theory</italic>
            ; Aguiar, Becker, und Miller, „Whose Impartiality?“
          </xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="tmj8vpt6x4spb">
        <label>39</label>
        <p>
           Zur philosophischen Relevanz solcher Studien siehe 
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref577">Paulo und Pölzler, „X-Phi and Impartiality Thought Experiments“.</xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="evmjoygbep7i">
        <label>40</label>
        <p>
           
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref589">
            Mukerji, 
            <italic>Einführung in die experimentelle Philosophie</italic>
             Kap. 1.
          </xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="dl4vzx3t90c7">
        <label>41</label>
        <p>
           Siehe bspw. 
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref618">Huemer, „Revisionary Intuitionism“; Brun, „Reflective Equilibrium Without Intuitions?“; Greenspan, „Confabulating the Truth: In Defense of “Defensive” Moral Reasoning“; Huber, „Zum Status von Intuitionen in Gedankenexperimenten“.</xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="ectc49y62uhis">
        <label>42</label>
        <p>
           
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref629">Greene u.&amp;nbsp;a., „An fMRI Investigation of Emotional Engagement in Moral Judgment“.</xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="gyqvixnfpnz7q">
        <label>43</label>
        <p> Die relevante Intuition besteht darin, dass es moralisch falsch wäre, den großen Mann herunter zu schubsen, um so die fünf Gleisarbeiter zu retten.</p>
      </fn>
      <fn id="qq5ua21nn3rux">
        <label>44</label>
        <p> Die relevante Intuition besteht darin, dass es moralisch erlaubt wäre, die Weiche umzustellen und den einen Gleisarbeiter zu töten, um so die anderen fünf zu retten.</p>
      </fn>
      <fn id="fib9svj7c0n8">
        <label>45</label>
        <p>
           Kritisch dazu 
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref472">Berker, „The Normative Insignificance of Neuroscience“; Kahane u.&amp;nbsp;a., „The Neural Basis of Intuitive and Counterintuitive Moral Judgement“; Heinzelmann, „Deontology Defended“.</xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="kj32nh7ur64x4">
        <label>46</label>
        <p>
           
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref630">Joshua, „The Secret Joke of Kant’s Soul“; Greene, „Beyond Point-and-Shoot Morality: Why Cognitive (Neuro)Science Matters for Ethics“.</xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="uny2zi7un6ut">
        <label>47</label>
        <p>
           
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref632">Greene, „Beyond Point-and-Shoot Morality: Why Cognitive (Neuro)Science Matters for Ethics“, S. 713 .</xref>
           Inzwischen gibt es eine lebhafte Debatte um dieses und ähnliche sog. Debunking-Argumente, siehe etwa 
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref608">
            Königs, „Two Types of Debunking Arguments“; Heinzelmann, „Deontology Defended“; Rini, „Debunking Debunking“; Sauer, 
            <italic>Debunking Arguments in Ethics</italic>
            ; Paulo, „In Search of Greene’s Argument“.
          </xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="sqfxwxmkp0jpj">
        <label>48</label>
        <p>
           Siehe aus der jüngeren Literatur etwa 
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref614">
            Kamm, 
            <italic>The Trolley Problem Mysteries</italic>
            ; Kauppinen, „Who’s Afraid of Trolleys?“
          </xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="qmp2evf0xzjze">
        <label>49</label>
        <p>
           
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref567">Singer, „Ethics and Intuitions“; Paulo, „Romantisierte Intuitionen? Die Kritik der experimentellen Philosophie am Überlegungsgleichgewicht“.</xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="mk9a0lr4zy58">
        <label>50</label>
        <p>
           
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref555">Weinberg, „Intuitions“.</xref>
          Weinberg, „Intuitions“.
        </p>
      </fn>
      <fn id="trotoas99tpe">
        <label>51</label>
        <p>
           
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref552">Wright, „Intuitional Stability“.</xref>
          Wright, „Intuitional Stability“.
        </p>
      </fn>
      <fn id="kdbjeynnrirap">
        <label>52</label>
        <p>
           Siehe nur 
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref460">Driver, „Imaginative Resistance and Psychological Necessity“; Gendler, „The Puzzle of Imaginative Resistance“.</xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="ebbje7zp9q4r">
        <label>53</label>
        <p>
           Eine Ausnahme ist 
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref620">Huang, Greene, und Bazerman, „Veil-of-Ignorance Reasoning Favors the Greater Good“.</xref>
        </p>
      </fn>
      <fn id="ef1v3405su142">
        <label>54</label>
        <p>
           Speziell zu Rawls: 
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref598">
            MacIntyre, 
            <italic>After Virtue</italic>
            ; Sandel, 
            <i>Liberalism and the Limits of Justice</i>
            ; Sen, 
            <i>The Idea of Justice</i>
            .
          </xref>
           Genereller dazu: 
          <xref ref-type="bibr" rid="bibref562">Stoner und Swartwood, „Fanciful Examples“.</xref>
        </p>
      </fn>
    </fn-group>
  </back>
</article>